Man kann nie wissen

Musiktheater über die Angst
— Mit den Risiken der Leistungsgesellschaft wächst die Sehnsucht nach etwas, das Vertrauen schafft, das Halt gibt und Zuversicht in einer immer unübersichtlicheren Welt. „Man kann nie wissen“ begibt sich dorthin, wo Ängste Absatz generieren. Vorsorge, Schutz und Wohlbefinden sind die schlagenden Verkaufsargumente im Geschäft der Angstagenten. Maßgeschneiderte Lösungen für jedes Risiko und alle erdenklichen Lebenslagen. Doch mit jedem Versprechen wächst Etwas, geschmeidig wie ein anhängliches Tier, gnadenlos wie ein anschwellendes Geräusch, monströs und von schaurig schöner Furchtbarkeit.

Uraufführung / September 2011 / Schwere Reiter / München

„Man kann nie wissen“ ist experimentelles Neues Musiktheater, das die Krise als Zustand allgegenwärtiger Verunsicherung furchtlos aufgreift. In der Komposition von Ernst Bechert können unbeseelte Büromaterialien als eigenständige Klangagenten agieren. Klangkörper könnten zu Gegenspielern werden. Und ehe der Morgen graut, entfaltet sich ein aberwitziger Kampf zwischen dem Wahrscheinlichen und dem Unwägbaren. Mit dem Unvorhersehbaren muss gerechnet werden und – „Wer keine Angst hat, hat keine Phantasie“ (Erich Kästner).

Cornelia Melián Stimme, Künstlerische Leitung, Idee / Ernst Bechert Sampler, Keyboards, Komposition / Mathis Mayr Cello / Thomas Simmerl Perkussion / Anton Kaun, Rumpeln Video / Martina Veh Szenische Umsetzung / Robert Kis Ausstattung / Regine Heiland Fotos

Eine Produktion von Micro Oper München. Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München, gefördert vom Fonds Darstellende Künste e.V. und der Stiftung Bayerischer Musikfonds. In Zusammenarbeit mit Schwere Reiter Musik.

 


Presse

A wie Angst
» … eine skurrile Performance … wunderbar unerschrocken und phantasievoll … perfekt sitzendes Klangkostüm … beängstigend Zwerchfell erschütterndes Spektakel.« Klaus Kalchschmid, Süddeutsche Zeitung

Absurd reales Musiktheater über die Angst
München hat ein großartiges Neues Musiktheater. Die Micro Oper München. Michael Wüst, kulturvollzug.de
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