Paradies & Panik

Lieder über die Vergänglichkeit, Songs and Soundscapes
— Das neue Projekt der Micro Oper München bündelt die musikalischen Highlights der beiden Vorgänger-Stücke „Man kann nie wissen“ und „Jetzt das Paradies“ und hinterfrägt mit Witz und Phantasie das moderne Dasein mit all seinen Widersprüchen. Es erzählt davon, wie wir mit immer höherem Tempo durch den Alltag schleudern. Die Musiker und die Sängerin bedienen sich aus Bruchstücken der ursprünglichen Chansons. Noise trifft auf New Electronica trifft auf experimentelle Stimmtechnik trifft auf alles Übrige. Das Material wird durchgerührt und umgekrempelt. Keine Note bleibt auf der anderen. Und ob wir die Kurve noch kriegen, ist nicht gesagt. Gespielt wird in einem minimalen Bühnenbild, das vor allem Lichtraum ist.

1.3.2019 / 20:00 Uhr / Westwerk Hamburg
30.11. und 1.12.2018 / Schwere Reiter, München

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Video-Link: https://youtu.be/kdm1ItMWPhM

Cornelia Melián Gesang, Bassblockflöte, Performance / Ernst Bechert Komposition, Elektronik, Posaune, Performance / Gunnar Geisse Laptop-Guitar, Performance / Krischa Weber Cello / Anton Kaun, aka Rumpeln noise-art, Video DJ, Performance / Goran Budimir Licht / Maja Bechert Artwork / Regine Heiland Fotos

Zum Ausgangsmaterial:
„Man kann nie wissen“ (2011) zeichnet als Groteske den Weg einer karriere- und sicherheitsbedürftigen Versicherungsmaklerin in die totale Erschöpfung nach. Der Büroraum verselbständigt sich und interagiert auf geheimnisvolle Weise mit digitalen Signalen und Panikmelodien. Die Erlösung kommt unerwartet. In der Fortsetzung „Jetzt das Paradies“ (2013) kehrt die gestrauchelte Karrieristin auf die Bühne zurück, auf direktem Weg von der Chefetage in die Rehaklinik. Am Ende gelingt es der Protagonistin, sich auf erstaunliche Weise aus den Widersprüchen des modernen Daseins zu befreien. Beide Stücke entstanden unter Leitung der Sängerin Cornelia Melián, in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Komponisten Ernst Bechert und einem Team aus Musikern und Videokünstlern.

Eine Produktion von Micro Oper München in Zusammenarbeit mit Ernst Bechert, Pathos Transport mit freundlicher Unterstützung des Bezirkausschusses 9 der LH München und Westwerk HH.


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